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Nachhaltigkeit

1. Belastungen für die Umwelt
Die durch den Gebäudesektor entstehenden Belastungen für die Umwelt sind erheblich. So ist dieser Sektor verantwortlich für 42 % des gesamten Energieverbrauches der EU sowie 35 % der gesamten Emissionen von Treibhausgasen. Das größere Einsparpotential liegt dabei nicht im Wirtschafts-, sondern im Wohnungsbau, dessen Anteil am Energieverbrauch allein 26 % beträgt.

2. Technologien für nachhaltige Gebäude
Technologien für nachhaltige Gebäude sind ressourcenschonend. Besondere Relevanz kommt dabei der Reduzierung des Energiebedarfs für das Heizen, Klimatisieren und die Beleuchtung zu. Im Vergleich zu konventionellen Gebäuden belaufen sich die Einsparungen von "green buildings" im Schnitt auf 30 %. Zu dem sinken der Wasserverbrauch sowie die Instandhaltungskosten.

3. Weitere Faktoren für nachhaltiges Bauen
Für die Verbreitung des nachhaltigen Bauens sprechen viele Faktoren. So zwingt die steigende Mieternachfrage aufgrund geringerer Betriebskosten, höherer Arbeitsproduktivität sowie aus Reputationsgründen die Anbieter von Immobilien zur Anwendung energiesparender Bautechnologien. Insgesamt liegen die Betriebskosten für LGED-zertifizierte Gebäude (Leadership in Energy and Environmental Design) um ca.8 - 9 % unter denen konventioneller Gebäude. Dadurch rentieren sich absolut die höheren Investitionskosten über den Lebenszyklus.

4. Bauvorschriften
Bauvorschriften werden zunehmend verschärft. Nachdem die nationalen Regierungen und die EU die Vorteile nachhaltigen Bauens erkannt hatten, wurden mit der EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (EPBD 2002/EU Energy Performance of Buildings Directive) höhere Effizientsstandards für Neubauten und Sanierungsobjekte eingeführt.

5. Hindernisse
Allerdings bestehen nach wie vor folgende Hindernisse. So fehlen dem Immobiliensektor eine allgemeingültige Definition von green buildings sowie konsistente Kennziffern zu deren Leistungsfähigkeit. Aufgrund dieser Defizite wird die Berechnung der Rentabilität von Investitionen in nachhaltige Gebäude erschwert. Zu dem behindern ein potentielles Missverhältnis zwischen den Kosten auf Seiten des Vermieters und den Vorteilen auf Seiten der Mieter zur Zeit die rasche Verbreitung von green buildings-Standards.

6. Zertifizierung
Eine Zertifizierung gilt als Signal an den Markt. Im Verlauf der letzten 10 Jahre hat die Zahl der Zertifizierungssysteme stark zugenommen. Außerhalb der USA und Großbritanniens kommen Sie jedoch auch weiterhin nur begrenzt zum Einsatz. Nichtsdestotrotz sind wir Wegbereiter für nachhaltigere Immobilien, in dem wir für Transparenz bei den Nachhaltigkeitskriterien sorgen.

7. "green buildings" werden zum Standard
Wir leisten einen wichtigen Beitrag zur wachsenden Verbreitung von nachhaltigen Gebäuden. In erster Linie dürfte aber die EU mit der Verschärfung der EPBD-Richtlinie die Weichen dafür stellen, dass in 10 Jahren "grüne" Gebäude der D-Faktor-Standard für alle Neubauten und Sanierungen sein wird. Es ist dann nur noch eine Frage der Zeit, bis diese Entwicklung auch in den Gebäudebestand transformiert wird. Wir möchten uns bereits jetzt diesen Herausforderungen stellen und bei der Planung neuer Bauvorhaben bzw. beim Bauen im Bestand umsetzen.

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